Wahlumfrage 2018

Wahlumfrage 2018:
Wieviel Energie sind Sie?!

Wie steht unsere Politik zu Energiefragen?
Die «Energie Genossenschaft Zimmerberg» hat alle Kandidierenden für ein politisches Exekutivamt in der Region Zimmerberg, für die Amtszeit von 2018-2022 befragt. Diese Fragen haben wir ihnen gestellt:

F1:
Wie beurteilen Sie den «Zustand» Ihrer Gemeinde, resp. den politischen Willen in Ihrer Gemeinde zum Thema Klimaschutz?
Optionen: Das Thema wir überbewertet | Gut wie es ist | Es wird zuwenig getan.

F2:
Dem neuen Energiegesetz, das seit Anfang 2018 in Kraft ist, hat die Bevölkerung im Bezirk Horgen mit 56.7% zugestimmt. Entsprechend soll nun auch auf Gemeindeebene die Nutzung von neuen erneuerbaren Energie deutlich ausgebaut werden. Mit welchen konkreten und/oder politischen Massnahmen würden Sie das in Ihrer Gemeinde vorantreiben wollen?

F3:
Wo würden Sie in den nächsten vier Jahren als PolitikerIn im Amt Ihren energiepolitischen Schwerpunkt setzen, um eine langfristig vernünftige Energieversorgung sicherstellen zu können?

F4:
Sind Sie persönlich bereit, für ökologische Mehrwerte bei Energieträgern freiwillig mehr zu bezahlen?

Von den insgesamt 77 befragten Politikerinnen und Politikern haben 35 Personen (45%) an der Umfrage teilgenommen. Nachfolgend finden Sie nach Gemeinden geordnet die Antworten – herzlichen Dank!

Heidi Jucker, 1960
Adliswil, SVP
Heimleiterin/Gemeinderätin
F1:  gut wie es ist
F2: In Adliswil ist die Energiepolitik ein wichtiges Thema, über das nicht nur geredet wird. 1997 wurde Adliswil mit dem Label „Energiestadt“ ausgezeichnet. Um dieser Auszeichnung stets gerecht zu werden hat unsere Stadt schon viele Schritte in der Energiepolitik vorgenommen und wird diesen Weg weiter verfolgen.
F3: Das Ziel der 2'000-Watt-Gesellschaft weiter verfolgen. Zum Beispiel durch Förderung von Minergie-Standard und eine sparsame und rationelle Energienutzung in der Versorgung und in der Entsorgung
F4: Ich nutzte das Angebot Minergie

Felix Keller, 1964
Adliswil, Parteilos
dipl. Spenglermeister
F1:  gut wie es ist
F2: Bei gemeindeeigenen Neubauten und in Sonderbauvorschriften, Gestaltungsplänen etc. wird Nutzung erneuerbarer Energie verlangt
F3: Mit einfachen Verfahren den Ausbau erneuerbarer Energie(z.B. PV-Anlagen) fördern.
F4: Haus gedämmt und PV-Anlage am Istallieren.

Renato Günthardt, 1981
Adliswil, SVP
Betreibungsbeamter, Stadtrat / Ressortvorsteher Soziales
F1:  gut wie es ist
F2: Die Stadt Adliswil ist als Energiestadt bereits gut aufgestellt.
F3: Auf freiwilliger Basis Sanierungen anregen und auf energiesparende Möglichkeiten hinweisen.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Raphael Egli, 1980
Adliswil, CVP
Sekundarlehrer / Stadtrat Bildung
F1:  gut wie es ist
F2: Informieren, Beraten und Subventionieren: Durch weitere lokale Informationsveranstaltungen die Bevölkerung noch mehr mobilisieren, bspw. über effizienten Energiverbrauch im Haushalt, dazu Födermöglichkeiten bieten beim Ersatz von Ölheizung zu Wärmepumpe, Wärmepumpenboiler, Umwältzpumpe, Pelettheizunge, Solar etc. und am besten in Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe. Energetisch Sanieren hilft häuftig mehr als einfach eine Solarzelle aufs Dach setzen. Beides ist wichtig, aber es soll sorgfältig geplant sein.
F3: Die Stadt muss sich klar als Vorbild geben. Bei Neubauten und Sanierungen müssen wir weiterhin saubere Analysen machen zu den Kosten und zur Nachhaltigkeit und zwar über den gesamten Lebenszyklus (Energieversorgung und Gebäude) und die beste Lösung mit Fokus auf erneuerbare Energie umsetzen. Auch in der Schule sollen die Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunktthemen über erneuerbare Energie informiert und sensibilisiert werden.
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile.

Markus Bürgi, 1981
Adliswil, FDP
Chief Financial and Operating Officer
F1:  gut wie es ist
F2: In der Stadt Adliswil ist die Energiepolitik ein wichtiges Thema. So wurde Adliswil bereits vor über 20 Jahren mit dem Label "Energiestadt" ausgezeichnet. Mit Bezug auf die Energiepolitik stehen für mich persönlich aber nicht unbedingt solche Labels im Vordergrund, sondern dass durchdacht agiert wird. Als liberaler Politiker bin ich davon überzeugt, dass eine nachhaltige Energiepolitik nur funktioniert, wenn in der Bevölkerung mittels leicht zugänglicher sowie verständlicher Information ein wirkliches Verständnis dafür geschaffen wird.
F3: Die Möglichkeiten zur langfristigen Energieversorgung auf kommunaler Ebene fokussieren meines Erachtens vornehmlich auf den (Teil-)Ersatz klassischer Energieträger durch Solarenergie/-thermie, kontrollierte Wohnraumlüftung, Erdwärmenutzung sowie weitere CO2-neutrale Methoden zur Energiegewinnung. Kombiniert werden muss dies mit Techniken, die den Energieverbrauch senken, z.B. der effizienten Isolation von Gebäuden. Hier muss insbesondere Aufklärungsarbeit betrieben werden, um die Immobilienbesitzer auf die Vorteile dieser Technologien aufmerksam zu machen und sie letztlich davon zu überzeugen. Als Besitzer eines Eigenheims, welches die Minergie Standards erfüllt, weiss ich zudem aus Erfahrung, dass dabei nicht nur Vorteile im Sinne des Umweltschutzes, sondern auch finanzielle zum Tragen kommen.
F4: Ja, wenn ich von den Angeboten der Energieversorger überzeugt bin sowie durch eigene Massnahmen zur schadstoffarmen Energieversorgung meines eigenen Hauses (z.B. durch Solarthermie, kontrolliere Wohnraumlüftung etc.)

Susy Senn-Fleischmann, 1960
Adliswil, FDP
Geschäftsführerin
F1:  gut wie es ist
F2: Die Stadt Adliswil ist schon seit 1997 Energiestadt. Eine Arbeitsgruppe berät den Stadtrat in Energie- und Umweltfragen. Wie heute würde ich regelmässig Informationsveranstaltungen durchführen, um die Bevölkerung über konkrete Massnahmen aufzuklären. Eine umweltfreundliche Bauweise würde ich mit Anreizen für den Bauherrn fördern. Die Förderprogramme des Bundes würde ich in der Bevölkerung besser bekannt machen.
F3: Schwerpunktmässig würde ich auf Aufklärung und Kommunikation setzen und in der Verwaltung mit gutem Beispiel, resp. einer Ressourcen schonenden Verwaltungstätigkeit vorangehen. Neben dem ersten Elektro-Polizeiauto im Kanton Zürich würde ich weitere Elektrofahrzeuge für die Verwaltung anschaffen.
F4: Ich wohne selber in einer Minergie zertifizierten Wohnung und bin öV Benützerin mit Generalabonnement

Carmen Marty Fässler, 1980
Adliswil, SP
Primarlehrerin, Kantonsrätin, Gemeinderätin
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Adliswil besitzt bereits das Label "Energiestadt" - deshalb ist es wichtig, dass bei städtischen Bauten auf eine sparsame und umweltschonende Energieversorgung geachtet sowie der Minergie-Standart eingehalten wird. Zudem soll das Ziel der 2'000-Watt-Gesellschaft weiter verfolgt werden.
F3: Ein Schwerpunkt liegt sicher in der Sensibilisierung zum Thema Energie. Informationen und konkrete Hinweise zur Senkung des persönlichen Energieverbrauches sind unbedingt abzugeben. Erneuerbare Energien müssen gefördert werden, indem Unterstützung durch die Stadt angeboten wird (beispielsweise mit einem Beratungsangebot).
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Karin Fein, 1965
Adliswil, Freie Wähler
Wirtschaftsprüferin / Friedensrichterin
F1:  gut wie es ist
F2: Fortführung der von der Stadt Adliswil im Rahmen der Energiestadtzertifizierung getroffenen Massnahmen. Unterstützung von Wärmeverbünden.
F3: Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energie im Rahmen der Baubewilligungen. Überprüfung der stadteigenen Liegenschaften auf sinnvolle Massnahmen.
F4: Nein, ich nutze die von den Energieversorgern angebotenen Standardprodukte.

Farid Zeroual, 1962
Adliswil, CVP
IT Consultant, selbständiger Berater, Stadtrat, Ressortvorsteher Finanzen & Liegenschaften
F1:  gut wie es ist
F2: Die Stadt Adliswil ist seit 20 Jahren zertifizierte Energiestadt. Als Energiestadt fördert und nutzt Adliswil bereits heute einheimische, erneuerbarere Energien z.Bsp. mit Holzschnitzelheizung im Schulhaus Hofern. In Zukunft soll bei Gebietsentwicklungen die Nutzung von Erdwärme, Abwärme ARA Sihltal und Photovoltaik weiter gefördert werden. Neben der Förderung von erneuerbaren Energien soll auch der Energieverbrauch gesenkt werden. Zum Beispiel durch den Einsatz von intelligenten LED Beleuchtungen im öffentlichen Raum oder durch Realisierung von Neubauten nach Minergie Standard.
F3: Bei städtischen Bauvorhaben wie z.Bsp. Schulhausbauten wird konsequent auf Minerige Standard geachtet.  Erneuerbare Energien wie Erdwärme, Holzschnitzel oder Abwärme aus Abwasseraufbereitung werden bereits genutzt und sollen im Rahmen kommender Sanierungen wie im Hallenbad weiter gefördert und ausgebaut werden. Mit einem solchen Vorgehen orientiert sich die Stadt am Energieprogramm 2015 - 2035, welches mit der Arbeitsgruppe Energie erarbeitet wurde und im November 2015 vom Stadtrat verabschiedet wurde.
F4:Vor mehr als Zehn Jahren haben wir unsere Heizung durch einen regionalen Unternehmer von Ölbrenner auf Wärmepumpe umstellen lassen.. Zusätzlich nutze ich und die Familie mit unseren SBB GA’s den öffentlichen Verkehr für berufliche und private Mobilität wo immer möglich.

Alfred Fritschi, 1954
Horgen, SP
Historiker / Organisationsberater
F1:  es wird zuwenig getan
F2: * Fortsetzen und Intensivieren von Fördermassnahmen für klimaneutrale Heizenergieträger. * Nutzung des Sees für Wärmepumpe-Heizung. * Fortsetzen und Intensivieren von Fördermassnahmen für Solarenergie.
F3: * Fortsetzen und Intensivieren von Fördermassnahmen für klimaneutrale Heizenergieträger. * Nutzung des Sees für Wärmepumpe-Heizung. * Fortsetzen und Intensivieren von Fördermassnahmen für Solarenergie. * Fördern des öffentichen Verkehrs und e-Mobilität * Sensibilisierung und Bildung für den Weg zur "2000 Watt-Gesellschaft"
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Gerda Koller-von Deschwanden, 1960
Horgen, CVP
Verbandssekretärin, Gemeinderätin
F1:  gut wie es ist
F2: Horgen ist diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Wir streben das Energiestadt-Goldlabel an und demzufolge macht Horgen sehr viele Anstrengungen in Richtung erneuerbare Energien.
F3: Hier geht es nicht nur um eine vernünftige Energieversorgung, sondern auch um eine bezahlbare. Eine grosse Thematik wird in den nächsten Jahren sicher die Erforschung der Speichertechnologie von Energie sein.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Joggi Riedtmann, 1955
Horgen, SP
Facharzt Chirurgie FMH
F1:  gut wie es ist
F2: 1. Massnahmen gemäss Energieplanung zur Erzielung des Energiestadt-Goldlabels 2020 2. Anschlussprogramm 2'000 Watt-Gesellschaft
F3: Vorbereiten einer Vorlage 2'000 Watt-Gesellschaft an den Souverän
F4: 1. lokale Fahrten mache ich seit Jahren mit dem Elektro-Scooter 2. weitere oder Fahrten mit Lasten machen wir mit unserem Hybrid-PW 3. Wir fliegen nur wenn unumgänglich (z.B. nie in die Ferien)

Markus Uhlmann, 1965
Horgen, GLP
Dipl. Architekt Sia
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Entsprechende Entwicklung der gemeindeeigenen Liegenschaften. Für Bauwillige Fördermittel sprechen, Beratung vermitteln, Bewilligung unterstützen.
F3: Energieverbrauch senken, Energieeffizienz verbessern. Steuerung über das Angebot, dh. CO2 neutrale Träger sind vorzuziehen mit dem Ziel diese als 'Standard' zu etablieren. Dies gilt für Compogas und Elektrizität.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Peter Wirth, 1957
Horgen, ohne Partei
Pensionär
F1:  gut wie es ist
F2: Mit dem Goldlabel.
F3: Bei der Fernwärme wie auch Biogas
F4: Ich habe mehrkosten für eine Erdsonde gewählt.

Virgil Keller, 1961
Langnau am Albis, FDP
CEO Firmeninhaber
F1:  gut wie es ist
F2: Neue Gebäude sollen wenn sinnvoll und finanziell vertretbar mit PV Anlagen ausgerüstet werden. Auf Anreize durch die Gemeinde für Privatliegenschaften unterstütze ich jedoch nicht.
F3: Durch gezieltes Energiemonitoring. Durch Bezugsreduzierung der Gemeindeliegenschaften kann die Energieversorgung verbessert werden.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Fabrizio Würmli, 1963
Langnau am Albis, Parteilos
Hauswart
F1:  gut wie es ist
F2: Da ich Befürworter alternativer Energie bin, werde ich mich für PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden im Gemeinderat einsetzen.
F3: Siehe oben
F4: Angebot von EKZ Naturstrom

Jean-Luc Meier, 1963
Oberrieden, FDP
Unternehmensberater
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Wichtig ist meiner Meinung nach, überlegt voranzugehen, um erneuerbare Energien attraktiver zu gestalten. Der Einsatz erneuerbaren Energien ist für viele wirtschaftlich noch nicht interessant genug und zu viele bleiben daher bei der Nutzung traditioneller Energieformen. Ich beobachte aber auch eine gewisse Ratlosigkeit, welche erneuerbare Energieformen denn tatsächlich sinnvoll sind. Als Politiker sehe ich es als meine Aufgabe, zu informieren, aufzuzeigen, welche Vorteile deren Nutzung dem Einzelnen und der Gesellschaft generell bringt. Andererseits muss ich als Politiker Anbieter dazu bewegen, erneuerbare Energiequellen wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten und anzubieten.
F3: In erster Linie muss eine sichere Energieversorgung sichergestellt werden. Damit erneuerbare Energien mehrheitlich akzeptiert werden, muss deren Nutzung wirtschaftlich attraktiv sein und in der Bevölkerung als sichere Alternative wahrgenommen werden. Die Politik muss einen Rahmen definieren und fördern, der für alle, Nutzer und Produzenten gleichermassen interessant ist. Es steht für mich ausser Frage, dass erneuerbare Energiequellen den Hauptteil der Energieversorgung stellen werden, sogar stellen müssen. Ich glaube aber auch, dass solange alternative Energiequellen wirtschaftlich nicht interessant genug sind, ein Ausbau dieser Quellen schwierig ist. Ich setze mich dafür ein, dass erneuerbare Energien auch in der Praxis als sichere Alternative wahrgenommen werden. 
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile. Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Reto Wildeisen, 1964
Oberrieden, FDP
Rechtsanwalt
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Wir brauchen regelmässige und konstruktive Gespräche mit in Energiefragen interessierten Bürgern und engagierten Verbänden (wie beispielsweise der Energie Genossenschaft Zimmerberg). Als Rechtsanwalt bin ich auf Beratung und Mithilfe von Fachleuten angewiesen - denn es geht darum, konkrete Massnahmen umzusetzen und nicht bloss Lippenbekenntnisse zu machen.
F3: Wo immer möglich sollten erneuerbare Energien genutzt werden. Energie muss effizient genutzt und darf nicht verschwendet werden. Treibhausgase müssen reduziert werden.
F4: Solarstromanlage im Ferienhaus

Urs Klemm, 1962
Oberrieden, Parteilos
Architekt
F1:  gut wie es ist
F2: Ausarbeitung eines Energieplanes mit gezielten Projekten. Umsetzung der Vorgaben innert Amtszeit von vier Jahren.
F3: Erneuerbare Energie in allen Bereichen fördern. Reduktion des CO2-Ausstosses bezogen auf EBF.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Bernadette Dubs, 1958
Richterswil, SP
Primarlehrerin/Fachlehrperson DaZ und IF
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Ich werde die Nutzung von erneuerbarer Energie bei Bauprojekten der Gemeinde als wichtig einbringen und versuchen dafür eine Mehrheit im Gemeinderat zu gewinnen.
F3: Das Gasnetz in Richterswil ist weit ausgebaut. Die Nutzung von Biogas in Gemeindeliegenschaften war mir wichtig. Durch die Budgetrückweisung fürs Jahr 2016 wurde dieser Entscheid für Biogas rückgängig gemacht. Bei den neuen Legislaturzielen für Richterswil fordere ich wieder einen Schritt vorwärts zu einer langfristig vernünftigen Energieversorgung.
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile. Ich bin Genossenschafterin beim Wädichörbli und fördere damit den biologischen Gemüseanbau in der nächsten Umgebung. Dazu bin ich langjähriges Mitglied der Schweizerischen Energie Stiftung. 

Melanie Züger, 1971
Richterswil, FDP
Gemeinderätin
F1:  gut wie es ist
F2: Bei gemeindeeigenen Bauprojekten soll nach Möglichkeit Wert auf die Nutzung erneuerbarer Energie gelegt werden.
F3: In der Gemeinde Richterswil erarbeiten wir eine Gasstrategie, hier soll nach Möglichkeit der Schwerpunkt auf Biogas gelegt werden.
F4: Nein, ich nutze die von den Energieversorgern angebotenen Standardprodukte.

Bernhard Elsener, 1952
Rüschlikon, CVP
Dozent ETH Zürich / Gemeindepräsident
F1: gut wie es ist
F2: Die Gemeinde und ihr nahestehende Institutionen (Stiftungen) sollen in der Nutzung von erneuerbaren Energien eine Vorbildfunktion einnehmen: bei jedem Neubau sollen erneuerbare Energien eingesetzt werden, bei Umbauten soll dies geprüft werden. Wichtig ist auch dass der Energieverbrauch insgesamt sinkt: Ersatz der Strassenbeleuchtung durch LED Lampen mit intelligenter Steuerung.
F3: Die Anstrengungen zur "Energiestadt Rüschlikon" werden weitergeführt. Die Gemeinde mit ihren Liegenschaften und Fahrzeugen soll wo immer möglich erneuerbare Energie einsetzen (Elektroauto, Solarzellen). Ebenso könnte ein e-byke Angebot aufgebaut werden.  
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile.

Simon Egli, 1969
Rüschlikon, FDP
Projektleiter / Management Berater
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Konsequente Weiterführung von Sanierungsprojekten bei gemeindeeigenen Liegenschaften; finanzielle Anreize für Liegenschaftsbesitzer intensivieren
F3: Balance zwischen vermindertem Energieverbrauch und zusätzlicher Erzeugung erneuerbarer Energiequellen schaffen.
F4: Nein, ich nutze die von den Energieversorgern angebotenen Standardprodukte. Es steht der Ersatz unserer Ölheizung an und wir wollen auf eine Wärmepumpe umsteigen

Urs Keim, 1955
Rüschlikon, Parteilos
Dr. Ing. ETH / Unternehmensberater
F1:  gut wie es ist
F2: Rüschlikon ist als zertifizierte Energiestadt bereits engagiert auf die Nutzung von erneuerbaren Energien ausgerichtet.
F3: Das diesbezügliche Legislaturziel wird vom neu gewählten Gemeinderat zu Beginn der neuen Legislatur 2018 - 22 und zusammen mit den anderen Legislaturzielen kommuniziert werden.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

David Brüllmann, 1978
Thalwil, Parteilos, Kandidat des Dorfverein Gattikon
Dipl. Ing. Informatik FH/STV, Wirtschaftsinformatiker Avaloq Bankenapplikation bei der SNB
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Das Potential für erneuerbare Energien auf Gemeindeebene ist gross. Im Gas- und Wassernetz sind Möglichkeiten vorhanden. Die gemeindeeigenen Liegenschaften haben ebenfalls Potential. Konkret könnten auf den Schulhausdächern PV Anlagen gebaut werden, idealerweise mit den Schülern in Projektwochen. Gleichzeitig kann der Bevölkerung diese Art von Energieerzeugung näher gebracht- und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt werden. Die Gemeinde Thalwil hat einen Energieberater. Die Dienstleistungen und Förderungen von Seiten der Gemeinde sind vorhanden. Diese Möglichkeiten müssen der Bevölkerung aktiv aufgezeigt werden. Der direkte Kontakt zu idealen Standorten für Erneuerbare ist ebenfalls notwendig.
F3: Ein erster Schwerpunkt ist die stetige Information und die Interessensförderung an der Wende. Die Bevölkerung muss dahinter stehen können und die Vorteile der Erneuerbaren sehen und erleben. Ein weiterer Schwerpunkt setze ich beim konkreten Aus- und Umbau von Anlagen im Bereich Gas- und Wasserversorgung, Fernwärme und Zubau von PV Anlagen.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom). Unsere eigene PV Anlage produziert über das Jahr hinweg mehr Strom als unser Haushalt benötigt (inkl. Heizung, Warmwasser).

Richard Gautschi, 1962
Thalwil, Parteilos
selbst. Unternehmer
F1: es wird zuwenig getan
F2: - Weiterführung des Förderprogramms für nachhaltige Projekte - Bonus/Malus-System in der Bau- und Zonenordnung - Ausbau des Energiestadtlabels (Goldstatus)
F3:- Weiterführung des Förderprogramms für nachhaltige Projekte - Bonus/Malus-System in der Bau- und Zonenordnung. - Ausbau des Energiestadtlabels (Goldstatus) und vermehrte Information der Bevölkerung. - Status Projektkommission Energie als ständige Kommission festlegen (gemäss Gemeindeordnung) - Hoher Energiestandart für gemeindeeigene Liegenschaften als Vorbildprojekte - Grundlagen für weitere Energieverbünde schaffen (z.B. Zentrum Thalwil)
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom). Konsequente Anwendung von klimaneutralen Reinigungsmitteln

Jürg Stünzi, 1954
Thalwil, Grüne
Biologe
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Umsteigeprämien weg von Ölheizungen. Förderbeiträge für Isolation/Haustechnik sowie für PV und eMobile
F3: Abwärmenutzungen, Fernwärme-/Anergienetze, PV auf öff. Gebäuden
F4: Ich heize mit Holz und Solarpanels

Andreas Federer, 1963
Thalwil, CVP
Dipl. Bauing ETH/SIA, selbstständig
F1:  gut wie es ist
F2: Ich unterstütze die Realisierung des Wärmeverbundes im Zentrum von Thalwil mittels Seewassernutzung.
F3: Bei den Gebäudesanierungen und den energetischen Optimierungen.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Hansruedi Kölliker, 1965
Thalwil, FDP
Bäcker-Konditormeister
F1:  gut wie es ist
F2: Wir haben schon verschiedene Solaranlagen installiert, in Gattikon haben wir einen Wärmeverbund installiert und ein Wärmeverbund wird im Zentrum geplant.
F3: Der Energieverbund Zentrum und der Energieverbund ARA.
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile.

Alexia Bischof, 1968
Wädenswil, CVP
Unternehmerin
F1: es wird zuwenig getan
F2: Es muss bereits beim Planen von neuen Gebäuden, die erneuerbaren Energien vorgesehen werden. Auch bei Sanierungen muss es eine gangbare Lösung geben.
F3: Es sollte möglich sein, dass Wädenswil das "Energiestadt Gold Label" erreicht. Die definierten Ziele müssen nun auch umgesetzt werden.
F4: Gasheizung, thermische Solaranlage für Warmwasser

Ernst Brupbacher, 1947
Wädenswil, Bürgerliches Forum Positives Wädenswil
Stadtrat
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Gratisberatung für alle Interessierten anbieten und entsprechend flächendeckend informieren. Und zwar nicht nur an Hausbesitzer sondern auch an Mieter die gemeinsam einen Antrag an den Liegenschaften-Besitzer/Verwaltung machen können. Förderung von Wärmeverbünden in geeigneten Quartieren mit Kombination und Nutzung von Abwärme. Bei Neubauten in Seenähe oder in der Nähe der Seewasser-Pumpleitung zum Appital sind Wärmepumpenstationen zur Wärme- und Kältegewinnung zu installieren. Dazu müssten die Werke den Auftrag bekommen.
F3: Förderung von energetischen Sanierungen von Liegenschaften die noch längere Zeit die gleiche Nutzung erleben müssen. Ebenfalls Schutzobjekte müssen sanft saniert werden. Die Auflagen resp. Verhinderung von Solar- und PV-Anlagen durch den Kanton bekämpfen durch aktive Diskussion mit den zuständigen Verhinderungsbehörden in Zürich. Willige energiebewusste Bauherrschaften dürfen nicht behindert werden bei freiwilligem Engagement.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Bruno Cogliati, 1959
Wädenswil, Parteiunabhängig
Polier
F1:  gut wie es ist
F2: Gegenfrage: Was unternimmt die «Energie Genossenschaft Zimmerberg» (EGZ) gegen den Denkmal- und Heimatschutz, die per Gerichtsentscheid verhindern, dass ein Bauherr in der Stadt Wädenswil Solarpanels (nota bene die von Ihrer Organisation geforderte erneuerbare Energie!!!) auf eine, und nach gültigen Baugesetzen, komplett umgebaute und erneuerte Scheune montieren will. 
F3: Mit diesem Thema werde ich mich nach meiner Wahl in den Stadtrat intensiv und vertieft befassen. Vorerst vertraue ich der fachlichen Kompetenz der involvierten Personen. Wie bei so vielen anderen wichtigen Themen, sind in der Vergangenheit sicher auch in der Energiepolitik Versäumnisse zu registrieren. Es wird aber kaum möglich sein, die weltweit herrschenden Energieprobleme in Wädenswil zu lösen.
F4: Nein, ich nutze die von den Energieversorgern angebotenen Standardprodukte. Ich nutze die Energien die mein Vermieter mir anbietet.

Jonas Erni, 1981
Wädenswil, SP
Umweltingenieur
F1: es wird zuwenig getan
F2: PV-Anlagen auf allen geeigneten städtischen Liegenschaften. Unterstützungsmassnahmen und Förderbeiträge für Private. Öffentlichkeitsarbeit.
F3: Energetische Sanierung aller städtischen Liegenschaften. Wärmeverbunde fördern. Neue Erneuerbare stärken. Energie- und Umweltunterricht in den Schulen verstärken.
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile. Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Philipp Kutter, 1975
Wädenswil, CVP
Stadtpräsident
F1:  gut wie es ist
F2: Die Stadt Wädenswil verfügt über eine zeitgemässe Energiepolitik, die sie im Masterplan Energie beschreibt. Sie strebt mittelfristig das Label Energieatadt Gold. Damit die Energie-Themen stetig weiter verfolgt werden, wurde eine städtische Energiekommission eingerichtet.
F3: 1) Höhere Energieeffizienz durch Sanierung der städtischen Liegenschaften.
2) Beratung von privaten Bauherren
3) Weiterentwicklung der Energiestadt in Richtung Smart City
F4: Ja, ich beziehe freiwillig Biogasanteile. Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B.naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Walter Münch, 1957
Wädenswil, FDP
Betriebsökonom HWV
F1:  es wird zuwenig getan
F2: Abbau der Bürokratie und Bauvorschriften beim energetischen Sanieren von Gebäuden und dem Erstellen von Photovoltaik-Anlagen. Keine Förderung von fossilen Brennstoffen. Förderung von E-Tankstellen und E-Parkplätzen in Zusammenarbeit mit dem Gewerbe und privaten Produzenten von erneuerbaren Energien wie z.B. Solarstrom. Einsatz neuster Umwelttechnologien wie z. B. von Solarmodules anstelle von herkömmlichem Straßenbelag.
F3: Einbezug ökologischer Ueberlegungen und Prüfung von alternativen Bauweisen wie z.B. Konstruktionen aus Holz bei Bauvorhaben. Prüfung der Möglichkeit energieautarker Gebäudeeinheiten oder sogar ganzer Quartiere. Erhöhung des Anteils erneuerbaren Energien bei Neubauten und Gebäudesanierungen. Erhöhung der Sensibilität bei der Bevölkerug in Zusammenarbeit mit den Schulen, Hochschulen und Verbänden.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom). Ich bin selber Produzent von Solarstrom.

Johannes Zollinger, 1948
Wädenswil, EVP
Treuhänder, Stadtrat, Schulpräsident
F1: gut wie es ist
F2: Bei Sanierungen und Neubauten Minergie P Private Liegenschaftsbesitzer zu Sanierungen ermutigen (Beiträge, höhere Ausnützung)
F3: Siehe Antwort 2 zusätzlich Mobilität mit erneuerbarer Energie fördern.
F4: Ja, ich nutze neuen erneuerbaren Strom (z.B. naturmade-zertifizierter Solarstrom).

Astrid Furrer, 1968
Wädenswil, FDP
Ingenieurin HTL Önologie
F1:  gut wie es ist
F2: Wir sind Energiestadt und streben das Goldlabel an. In diesem Zusammenhang finden sehr viele Aktivitäten für die Öfffentlichkeit statt wie Mobilitätstage, Energiesprechstunde und so weiter. Auf städtischen Bauten fördern wir wo möglich Fotovoltaikanlagen, bauen Biogasversorgung aus, schaffen Wärmeverbunde (insb. Holzschnitzel) und vieles mehr. Wir arbeiten mit dem Gebäudestandard 2011 (Minergie-P-ECO) und beziehen einen guten Teil Ökostrom von der EKZ. Es gilt also, auf diesen Aktivitäten aufzubauen und sie weiterzuentwickeln.
F3:Es gilt, weiter auf Fotovoltaik, Biogas und Holzschnitzel aufzubauen und als Stadt mit gutem Beispiel voranzugehen. Im Moment bin ich wegen der hohen grauen Energie noch sehr skeptisch, gegenüber dem gepriesenen ökologischen Mehrwert von Elektro-Autos. Aber Erdgasfahrzeuge sind momentan eine gute Alternative. Es gilt, das alles zu beobachten. Viel Potenzial besteht in der Wahl der Energieträger. wir verbessern die Bilanz laufend. Das Beratungsangebot muss noch bekannter werden. Mich ärgern die Restriktionen des Heimatschutzes bei energetischen Sanierungen von geschützten Häusern.
F4: Wir haben unser Haus 2017 zu einem Nullenergiehaus umgestaltet mit Fotovoltaik, dem ersten Batteriespeicher in Wädenswil und anderen Massnamen. Eine Erdsondenpumpe haben wir seit Beginn und gehörten zu den ersten, obwohl uns viele für verrückt hielten. Die Nutzung von erneuerbaren Energien ist für mich logisch. Gerne prüfen wir, den Solarüberschuss statt an die EKZ an die Energiegenossenschaft zu verkaufen.